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Akkermansia muciniphila

Akkermansia muciniphila: Ein Verbündeter für die Magen-Darm-Unterstützung

Was ist Akkermansia Muciniphila?

Akkermansia Muciniphila ist ein Darmbakterium, das 2004 von Forschern der Wageningen University entdeckt wurde. Das Bakterium ist nach dem Mikrobiologen Antoon Akkermans benannt. „Muciniphila“ bedeutet wörtlich „Mucin liebend“, ein Hinweis darauf, dass sich dieses Bakterium von Mucin ernährt, einem Bestandteil der Schleimschicht im Darm.

Seit der Entdeckung ist die Zahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen über Akkermansia Muciniphila explosionsartig gestiegen. Von einem unbekannten Namen zu einem der am meisten erforschten Mikroorganismen in der Darmflora. Bei gesunden Erwachsenen macht Akkermansia etwa 0,5 bis 5 Prozent aller Darmbakterien aus, wobei dies von Person zu Person stark variiert.

Besondere Eigenschaften von Akkermansia

Akkermansia Muciniphila gehört zu den Verrucomicrobia, einer eigenständigen Gruppe innerhalb des Darmmikrobioms. Was dieses Bakterium besonders macht, ist sein Lebensraum: Es siedelt sich in der Schleimschicht (Mukusschicht) an, die das Innere des Darms auskleidet. Die meisten Darmbakterien sind auf Ballaststoffe und andere Nahrungsreste angewiesen. Akkermansia nicht. Sie verfügt über Enzyme, die Mucin abbauen können, wodurch sie unabhängig davon ist, was Sie essen.

Durch ihre Position in der Schleimschicht steht Akkermansia in direktem Kontakt mit den Zellen der Darmwand. Das ermöglicht eine Kommunikation zwischen Bakterium und Körper. Das Bakterium baut altes Mucin ab, was den Darm anregt, neues Mucin zu produzieren. So trägt es zu einer kontinuierlichen Erneuerung der schützenden Schleimschicht bei.

Wie wirkt Akkermansia?

Die Wirkung von Akkermansia Muciniphila liegt nicht im Bakterium selbst, sondern in den Proteinen auf seiner äußeren Membran. Eines der am besten erforschten davon ist Amuc_1100. Dieses Protein spielt eine Rolle bei der Bildung sogenannter Pili: kleine Fortsätze, mit denen sich das Bakterium anheften kann.

Amuc_1100 kommuniziert mit dem sogenannten Toll Like Receptor 2 (TLR 2), einem Rezeptor, der eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Darmbarriere spielt. Wenn Amuc_1100 mit TLR 2 interagiert, trägt dies zur Integrität der Darmwand bei. Eine starke Darmbarriere verhindert, dass unerwünschte Stoffe wie Lipopolysaccharide die Darmwand passieren (Cani & de Vos, 2017).

Interessanterweise bleibt Amuc_1100 nach der Pasteurisierung stabil. Mehr noch: Forscher vermuten, dass die Pasteurisierung die Zugänglichkeit dieses Proteins erhöht, da die Zellwand geöffnet wird, ohne dass die Proteinstruktur beschädigt wird. Dies erklärt, warum pasteurisierte Akkermansia in Studien mindestens genauso wirksam ist wie die lebende Variante, und möglicherweise wirksamer (Cani et al., 2022).

akkermansia muciniphila

 

 

 

 

 

Warum pasteurisierte Akkermansia?

In der EU ist lebende Akkermansia Muciniphila in Nahrungsergänzungsmitteln nicht zugelassen. Aber selbst wenn sie es wäre, wäre pasteurisiert die bevorzugte Wahl. Die Pasteurisierung tötet das Bakterium ab, lässt aber die äußere Membran vollständig intakt, einschließlich der Proteine wie Amuc_1100, die die Interaktion mit der Darmwand ermöglichen.

Ein zusätzlicher Vorteil: Lebende Akkermansia ist sehr empfindlich gegenüber Sauerstoff und Feuchtigkeit. Pasteurisierte Akkermansia ist bei Raumtemperatur stabil, erfordert keine Kühlung und behält ihre Eigenschaften während Transport und Lagerung.

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Worauf sollten Sie bei der Wahl eines Akkermansia Supplements achten?

Nicht alle Akkermansia Nahrungsergänzungsmittel sind gleich. Wenn Sie erwägen, Akkermansia auszuprobieren, gibt es einige Punkte zu beachten:

Pasteurisiert, nicht lebend. Wie oben erläutert, ist pasteurisierte Akkermansia nicht nur stabiler, sondern möglicherweise auch wirksamer. Prüfen Sie, ob das Produkt ausdrücklich angibt, dass es pasteurisierte Bakterien enthält.

Dosierung gemäß Forschung. In klinischen Studien wird in der Regel eine Dosierung von 10 bis 30 Milliarden Zellen pro Tag verwendet. Produkte mit niedrigeren Dosierungen entsprechen nicht dem, was Forscher verwenden.

Kapselform versus Tabletten. Das Pressen von Tabletten erfordert Hilfsstoffe: Bindemittel, Gleitmittel, manchmal Beschichtungen. Bei manchen Tabletten besteht mehr als die Hälfte des Gewichts aus Füllstoffen. Kapseln benötigen deutlich weniger Hilfsstoffe.

Transparenz bei Produktion und Prüfung. Ein zuverlässiger Anbieter veröffentlicht die Produktspezifikationen. So können Sie selbst überprüfen, ob das Produkt die versprochenen Parameter erfüllt, von der Zellkonzentration bis zu Schwermetallen.

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Fragen zu Akkermansia?

Haben Sie nach dem Lesen dieses Blogs noch Fragen zu Akkermansia Muciniphila? Aufgrund gesetzlicher Beschränkungen dürfen wir nicht alle Informationen über die Wirkung dieses Nahrungsergänzungsmittels veröffentlichen. Für inhaltliche Fragen oder persönliche Beratung erreichen Sie uns unter: (+31) 070 345 0290. Und per E-Mail: info@kalahealth.de.

Referenzen

  1. Cani, P.D. & de Vos, W.M. (2017). Next-generation beneficial microbes: The case of Akkermansia muciniphila. Frontiers in Microbiology, 8, Article 1765.
  2. Cani, P.D., Depommier, C., Derrien, M., Everard, A. & de Vos, W.M. (2022). Akkermansia muciniphila: paradigm for next-generation beneficial microorganisms. Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology, 19, 625–637.
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